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Wohlfühl-Atmosphäre im Berghof Paradebeispiel für gelungenes Projekt im Rahmen der hessischen Dorferneuerung

Einladend: Der schmucke Eingangsbereich des Bömighäuser Berghofs.
Einladend: Der schmucke Eingangsbereich des Bömighäuser Berghofs.
Offene, helle Räume vermitteln ein großzügiges Wohngefühl.
Offene, helle Räume vermitteln ein großzügiges Wohngefühl.
Ein Haus mit Charme: Der Berghof in Bömighausen
Ein Haus mit Charme Fotos: Ulrike Schiefner
Modernes, behagliches Wohnen in einem früheren Bauernhof:
Offene, licht-durchflutete Räume gehen ineinander über, vermitteln ein Gefühl von Großzügigkeit,
ländlichem Charme und Wohlfühl-Atmosphäre ein Paradebeispiel für gelungene Dorferneuerung.
Willingen-Bömighausen.
Der Berghof bietet genug Platz für drei Menschen, einen Hund zwei Pferde und drei Ziegen;
Raum für Familienleben im dörflichem Bereich und für die Verwirklichung eines individuellen
Wohntraums.

Ein neues Zuhause

„Wir haben ein altes Haus gesucht, berichtet Heike Lauff. Das 1938/39 errichtete Bruchsteingebäude gefiel der aus Raum Olsberg stammenden Familie auf Anhieb und entsprach genau den Bedürfnissen: 200 Quadratmeter Wohnfläche , Scheune, Werkstatt, ein großes Grundstück – ideale Voraussetzungen also, um mit Engagement, Kreativität und Liebe zum Detail ein neues Zuhause einzurichten.

Viel Eigenleistung

Im Mai 2012 wurde der Kaufvertrag unterschrieben. Ostern 2013 erfolgte der Umzug.
Im Inneren ist der Berghof nicht mehr wieder zuerkennen. Das Wohngebäude wurde komplett entkernt.
Neue Heizungsrohre und Wasserleitungen wurden verlegt, die elektrischen Installationen
erneuert.
Unter Laminatböden und Sperrholzplatten tauchten die alten Dielen auf, die abgeschliffen und geölt wurden. Die neuen Besitzer haben viel Eigenleistung und Geld in den Umbau und die Sanierung investiert. Sie haben mit Ideenreichtum ihre Vorstellungen vom modernen, neuzeitlichem
Leben umgesetzt und dabei dorftypische Bausubstanz so weit wie möglich erhalten.
Ein im Rahmen des hessischen Dorferneuerungsprogramms gewährter 30-prozentiger
Zuschuss hat geholfen, die gestalterischen Ansprüche und Vorstellungen zu verwirklichen.
„ Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, so Walter Rinklin, der beim Landkreis Waldeck Frankenberg für die Dorf- und Regionalentwicklung zuständig ist.
Nach dem Innenausbau der anderthalb Jahre in Anspruch genommen hat, sind nun als nächstes die Außengestaltung und die Werkstatt an der Reihe.

Der Sachbearbeiter für Dorf-und Regionalentwicklung, Walter Rinklin und Praktikant Marek Trapp bei einem Ortstermin in Bömighausen
Der Sachbearbeiter für Dorf-und Regionalentwicklung, Walter Rinklin und Praktikant Marek Trapp bei einem Ortstermin in Bömighausen

Noch bis 2017 im Dorferneuerungsprogramm

Schon 860 000 Euro investiert-Zuschüsse in Höhe von 357 000 Euro bewilligt - Weiter Anträge möglich.

Willingen-Bömighausen

Nach Usseln, Eimelrod und Hemmighausen ist Bömighausen der vierte Ortsteil, der in den Genuss von Fördermitteln im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms kommt.Der Ort wurde 2009 als Förderschwerpunkt anerkannt. Die Einwohner habe bis 2017 die Möglichkeit, die Chancen zu nutzen.

Neun private Projekte

Wie der zuständige Sachbearbeiter beim Fachdienst Dorf und Regionalentwicklung, Walter Rinklin,
auf Anfrage der WLZ erklärte, wurden bisher neun private Förderanträge positiv beschieden und umgesetzt.
Das Investitionsvolumen dieser Maßnahmen beläuft sich auf insgesamt rund 370 000 Euro;
der Zuschuss beträgt etwa 100 000 Euro.
Im kommunalen Bereich wurden bislang acht Projekte bewilligt. Hier beträgt das Investitionsvolumen zirka 490 000 Euro und die Zuschüsse summieren sich auf 275 000 Euro.
Die größten bis jetzt umgesetzten kommunalen Maßnahmen waren der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses, die Schaffung eines Treffpunkts für die Jugend und die Gestaltung des Platzes in der Dorfmitte.
In diesem Jahr ist die gestalterische Aufwertung der „Baumschule“ geplant.
Außerdem sollen am Bömighäuser See Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität
umgesetzt werden.
Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms wird beispielsweise die Sanierung und eventuelle
Umnutzung erhaltenswerter alter Bausubstanz gefördert, außerdem sinnvolle Rückbaumaßnahmen
die zur Verbesserung des Ortsbilds beitragen , Neubauten im alten Ortskern sowie
Außenanlagen bei jeweils dorftypischer Gestaltung energetische Sanierungsmaßnahmen
und vieles mehr. In Zukunft können die Bürger mit Zuschüssen in Höhe von 35 Prozent der anerkennungsfähigen Investitionskosten rechnen. (jedoch maximal 45 000Euro pro Maßnahme).

Ansprechpartner

Wer einen Förderantrag stellen will, wird gebeten, sich mit Walter Rinklin in Verbindung zusetzen.
(Telefon 05631/954811).
Als Ansprechpartner steht auch der mit der Dorferneuerung befasste Planer, Architekt Karl Volker
Sauer (Usseln), zur Verfügung ( Telefon: 05632/7635), der für die Bürger kostenlose Beratung
vornimmt und bei Antragstellung hilft. (bk)

©WLZ


 

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